Previous Next

40 Jahre Tennis in Wixhausen

Samstag, 20. September 2014

70 Mitglieder und Ehemalige trotzten dem Regen

Vor 40 Jahren wurde der Römer Tennisclub Rot-Weiß Wixhausen (RTW) gegründet. Aus diesem Anlass wurden die Vereinsmitglieder und viele „Ehemalige“ aufs Tennisgelände eingeladen. Unerwartet viele Zusagen brachten den Verein an seine Kapazitätsgrenzen.
 
Andreas Bauer schaffte es, zwei Zelte vom KCW zwischen Tennisbude und Tennisplätzen aufzubauen. Er besorgte Tische und Bänke vom KCW und von der TSG, außerdem Gläser und Kühlschrank und lieh von der Feuerwehr Geschirr und Besteck.
 
Ab 15 Uhr konnte man sich bei Kaffee und Kuchen zusammensetzen oder bei prima Wetter Tennis spielen. Zusammen mit ehemaligen Vereinsmitgliedern, die jetzt bei anderen Vereinen aktiv sind, ergaben sich ungewohnte Paarungen. Alle hatten ihren Spaß.
Als einer der ersten Gäste kam Pfarrer Stegmüller, der mal nachschaute, was der RTW  auf dem kirchlichen Pachtgelände so treibt. Er gratulierte zum Jubiläum und übergab ein Bild mit Glückwünschen der Kirchengemeinde.
 
Gegen 19 Uhr waren dann alle versammelt und wurden von Vorstandsmitglied Dieter Waberseck begrüßt. Er dankte Andreas Bauer ganz herzlich für seine Hilfe und gab dann  einen kleinen Rückblick auf 40 Jahre Vereinsgeschichte :
Am 10.12.1974 versammelte Pfarrer Voß etliche Tennis-Interessierte im Gemeindehaus in der Römergasse und erhielt die Zustimmung zur Vereinsgründung. Die Römergasse war dann gleich Namenspatin für den Verein. Am 14.1.1975 wurde auf der ersten Mitgliederversammlung Pfarrer Voß als Vorsitzender gewählt.
Mangels eigener Plätze spielten die ersten Vereinsmitglieder  in der Tennishalle Griesheim und in der Sporthalle der Hessenwaldschule. Aber noch im selben Jahr begann der Bau von 3 Tennisplätzen. Für deren Finanzierung musste jedes Mitglied eine Bürgschaft von 1.000 DM übernehmen.
1986 bei inzwischen 5 Plätzen und 270 Mitgliedern wurde ein Aufnahmestopp beschlossen, weil die überaus aktiven Mitglieder über zu lange Wartezeiten an dauernd belegten Plätzen schimpften. Der dann allgemein einsetzende Mitgliederschwund wurde deshalb anfangs begrüßt. Aber Ende 1990 bei nur noch 150 Mitgliedern mussten Sparmaßnahmen und Gebührenerhöhungen beschlossen werden. Aber auch mit verstärkter Werbung konnte der Rückgang nicht gestoppt werden. Der Tennisboom zu Zeiten von Boris Becker und Steffi Graf ist vorüber und nicht nur die Tennisvereine stehen in schwieriger Konkurrenz zu Fitnesscentern, Computern und Smartphones.
Der RTW hatte über die 40 Jahre hinweg über 1.000 Mitglieder. Von den heute 110 Mitgliedern sind noch 10 von Anfang an dabei :
Gisela Rott führt seit Vereinsgründung bis heute ununterbrochen die Geschäftsstelle des Vereins und hatte zusätzlich weitere Funktionen.
Ingrid Krause, die Seniorin des Vereins, kommt immer noch gern zu den Veranstaltungen und oft mit einer Flasche Sekt zu den Tennistreffs. Sie fördert den Verein mit großzügigen Spenden.
Christel Waberseck hat sich 2006 als Vorstand zur Verfügung gestellt und so die Auflösung des Vereins verhindert. Anfangs mit Trainer Heinz Wahl und jetzt mit Trainer Dieter Ungermann brachte sie die Jugendarbeit in Schwung. Im Rahmen einer Kooperation mit der Georg-August-Zinn-Schule bietet der RTW eine Tennis-AG an, was nicht nur die Plätze belebt, sondern mittelfristig auch für neue Mitgliedergewinnung sorgt. Dieter Ungermann konnte dann auch als Platzwart gewonnen werden. Er garantiert optimale Spielverhältnisse und bekam dafür viel Applaus.
Mit diesen vielfältigen Aktivitäten hat Christel den Verein belebt und wurde von den Vereinsmitgliedern noch besonders geehrt.  Dieses Lob betonte auch Ali Kunz, der die Grüße der FCA-Tennisabteilung überbrachte.
Erika Stein, ebenfalls noch aktives Gründungsmitglied, hatte als Schriftführerin Verantwortung übernommen.
Ursula Jarzebski ist überall da, wo Hilfe gebraucht wird. Als Früh- Frühaufsteherin ist sie immer als Erste am Platz.
Horst Kayser war lange Jahre Vereinsvorsitzender und übergab seinen Nachfolgern einen schuldenfreien Verein. Er spielt jetzt Golf, ist dem RTW aber noch als passives Mitglied verbunden.
Herbert Rott war der erste Kassierer des Vereins und lange Zeit im Amt.
Dieter Becker, der einzige noch aktive Tennisspieler der 5 Jubilare, ist immer noch einer der besten Spieler des Vereins.
Günther Schneider, der Senior des Vereins, kommt immer gern zu den Veranstaltungen und belebt die Runde mit fröhlichen Erzählungen von früheren Zeiten.
Auch sein Sohn Klaus-Dieter ist dem Verein noch verbunden und hat in mancherlei Notlagen mit angepackt.
Mit Blumen bzw. Wein wurde Dank und Anerkennung ausgesprochen.
Mitglieder vom ersten Tag
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

von links: Dieter Becker, Ursula Jarzebski, Horst Kayser, Günther Schneider, Christel Waberseck,  Gisela Rott, Ingrid Krause, Klaus-Dieter Schneider

Dann wurde das Buffet eröffnet. Der einsetzende Regen führte zu mancherlei Zusammenrücken, wenn es irgendwo tröpfelte. Aber hinaus in den Regen wollte kaum jemand. So blieb eine frohe Runde beisammen, denn viele Mitglieder und Ehemalige hatten sich lange nicht gesehen und es gab viel zu erzählen, weshalb die allerletzten erst so gegen 2 Uhr nach Hause gingen.
Zum Seitenanfang