Römer Tennisclub Rot-Weiß Wixhausen e.V.
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Vereinsgeschichte des Römer-Tennisclub

 

 

Der Römer-Tennisclub Wixhausen (RTW) feiert am 10. Dezember 1999 sein 25-jähriges Vereins-jubiläum. Aus diesem Anlass sollen an dieser Stelle die vergangenen Jahre von der Gründung an noch einmal im Rückblick erzählt werden.

10. Dezember 1974. Pfarrer Heino Voß (… ) lud die einheimischen Tennis-Interessenten in die Scheune der Evangelischen Kirchengemeinde mit dem Ziel ein, in Wixhausen einen Tennisclub gründen zu wollen. In dieser Gründungsversammlung in der Römergasse fanden sich dann auch erwartungsgemäß genügend Leute, die zunächst einen vorläufigen Vorstand einsetzten.
Diesem Gremium gehörten an: 1. Vorsitzender Heino Voß (… ), 2. Vorsitzender Dr. Klaus Fröhlich, Kassierer Herbert Rott, Schriftführer Jens Uwe Herzbruch und Sportwart Dieter Klöppinger. Die Geschäftsstelle wurde an Gisela Rott delegiert.

Dieser erste Vorstand war noch nicht gewählt worden und nur dazu eingesetzt, die notwendigen Formalitäten wie die Eintragung im Vereinsregister und anderer Angelegenheiten zu veranlassen.
Am 14. Januar 1975 trafen sich dann schon 55 Spielerinnen und Spieler, um den Vorstand per Wahl im Amt zu bestätigen. Damit existierte nun der Römer-Tennisclub Rot-Weiß Wixhausen auch formell, jedoch noch ohne jegliche eigene Spielmöglichkeit. Die guten Kontakte des damaligen Sportwartes Dieter Klöppinger ermöglichten immerhin einen einge- schränkten Spielbetrieb. So konnte in der Tennishalle des TuS Griesheim und in der Turnhalle der Hessenwaldschule Tennis gespielt werden. Dabei wurden die Anfänger durch Mitglieder trainiert, die bereits des Tennisspielens mächtig waren. Sogar die kleine TSG-Turnhalle in der Falltorstraße wurde zur spielerischen Grundausbildung für die Anfänger genutzt und alle hatten riesigen Spaß dabei. Dem Pfarrer und Club-Vorsitzenden Heino Voß war zu verdanken, daß die Evangelische Kirchengemeinde Wixhausen dem Verein das heutige Gelände hinter dem Bürgermeister-Pohl-Haus in Erbpacht zur Verfügung stellte.
Im März 1975 konnte der Verein 42 Mitglieder an den Landessportbund Hessen melden und noch im selben Jahr wurde mit dem Bau dreier Tennis-Spielfelder begonnen. Für die Finanzierung dieser existentiellen Baumaßnahme hatte jedes Mitglied eine Bürgschaft von DM 1000,- übernehmen müssen. Schließlich beliefen sich die Baukosten für die drei Plätze auf 83.000 DM. Die Jahresbeiträge betrugen damals 120 DM für die Einzelperson und 180 DM pro Ehepaar nebst Aufnahmegebühren von 200 DM pro Einzelperson und 300 DM pro Ehepaar.
Die Einweihung der drei Plätze erfolgte im April 1976. Als Unterkunft und Umkleidemöglichkeit diente ein Lufthansa-Container. Den Aktivitäten einiger Mitglieder war es zu verdanken, daß der Container auch innen ausgebaut wurde. Noch im Jahr 1976 wurde mit dem Bau einer Blockhütte begonnen. In der Sommersaison 1976 wurde durch Freundschaftsspiele gegen die Fa. Pittler Spielpraxis gesammelt, um im folgenden Jahr erstmals an der Medenrunde teilzunehmen.
1977 wurden je eine Damen- und Herrenmannschaft gemeldet. Nicht zu vergessen sind auch die Fußball-Freundschaftsspiele Ende der siebziger Jahre gegen die Tischtennisabteilung der TSG. Der Erlös aus diesen Veranstaltungen ging an die Aumühlen-Bewohner in Wixhausen. Die Mitgliederzahl wuchs in diesen Jahren stetig, so dass der Bau zweier weiterer Plätze ins Auge gefaßt wurde. Wieder wurde eine Fachfirma für den Bau der Plätze ,,4" und ,,5" beauftragt, die 1980 mit einem Baukostenaufwand von 98.000 DM fertiggestellt und den Mitgliedern übergeben werden konnten. Damit waren der inzwischen erheblich gestiegenen Mitgliederzahl konforme, optimale Spielmöglichkeiten geschaffen worden. Auch die Peripherie der Tennisplätze nahm immer mehr Gestalt an und bot durch eine große Spielwiese und einen Kinderspielplatz neben dem Tennisspiel weitere attraktive Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.
Bei Schleifchenturnieren, Clubmeisterschaften und Skatturnieren kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Aus Spenden einiger Mitglieder wurde im November 1983 eine Kastanie gepflanzt. Mitte der achtziger Jahre wurde die Blockhütte unter großem Einsatz der Mitglieder in Eigenhilfe erweitert und mit einem Freisitz ausgestattet. Damit waren die Umkleidemöglichkeiten zwar verbessert worden, doch zum Duschen war man auf die Möglichkeiten im Bürgermeister-Pohl-Haus angewiesen. Die Toiletten auf dem benachbarten Kerbplatz wurden in dieser Zeit fast ausschließlich vom Römer-Tennisclub genutzt. Die Reinigung der Hütte und die Pflege der Einrichtungen wurde vom vereinseigenen Putzdienst in Selbsthilfe organisiert und wahrgenommen.
Im Februar 1985 löste eine Ausfallbürgschaft der Stadt Darmstadt die Einzelbürgschaften der Mitglieder ab.
Im März 1985 wurde Horst Kayser zum 1. Vorsitzenden gewählt, der dieses Amt bis Anfang 2001 inne hatte. Im Februar 2001 wurde Peter Schmitz als neuer 1. Vorsitzender gewählt.

Das traurigste Kapitel der Vereinsgeschichte ereignete sich am Morgen des 28. Januar 1987, als die allein durch den Einsatz der Mitglieder gebaute Umkleidehütte samt Freisitz abbrannte. Nach Beendigung der Aufräumungsarbeiten mußte wieder ein Umkleide-Container her. Vorstand und Mitglieder berieten über den Neubau eines neuen massiven Funktionsgebäudes. Erneut ermöglichte die umfangreiche Eigenleistung der Mitglieder, verbunden mit Zuschüssen der Stadt, des Landes Hessen und des Landessportbundes dem Verein, das neue Funktionsgebäude zu erstellen.
Neben Umkleidemöglichkeiten wurden Duschräume und Toiletten in dem Gebäude installiert, das am Pfingst- Wochenende 1989 eingeweiht werden konnte.

Während dieser Zeit hatte sich die erste Herrenmannschaft in der Bezirksliga A etabliert und dieses Niveau einige Jahre halten können. Ende der achtziger Jahre war das Interesse an einer Mitgliedschaft im Römer-Tennisclub Wixhausen so enorm groß, daß Wartelisten aufgestellt werden mussten. Von dieser Zeit an ist der Verein auch schuldenfrei und im Wixhäuser Vereinsleben fest etabliert. Seit die Wixhäuser Kerb von den Vereinen organisiert wird, bleibt beim traditionellen Kerb-Schleifchen-Turnier des RTW der Grill kalt. Zur Unterstützung des jeweils ausrichtenden Vereins wird im Kerbzelt zu Mittag gegessen. Auch am Kuchenbuffet ist man Großabnehmer, was die veranstaltenden Vereine immer gerne zur Kenntnis genommen haben.
Die neunziger Jahre wurden sportlich von den Jungseniorinnen geprägt. Seit der Gründung dieses Teams ging es ständig bergauf. Von der Kreisklasse B über die Kreisklasse A und die Bezirksliga B stieg man 1996 in die Bezirksliga A auf, in der man sich zwei Jahre halten konnte.

1992 wurde man mit dem Wassernotstand konfrontiert. Zum Erhalt von Sandplätzen gehört jedoch ständig eine relativ große Wassermenge. So waren die Mitglieder zu sensibilisieren, den Wasserverbrauch zu beschränken und auf den Erhalt der Plätze zu achten. Die Spiel- und Wässerungszeiten mussten vom Vorstand den Forderungen der Umweltbehörden entsprechend reglementiert und damit stark eingeschränkt werden. Die ernstgemeinten Vorschläge gingen immerhin soweit, daß man Backsteine in die Toilettenspülkästen legen sollte, um die Wassermengen zu reduzieren.
Trotz der seit Jahren komfortablen und sehr gepflegten Tennisanlage ist der Mitgliederstand von etwa 280 Ende der achtziger Jahre rückläufig. Bereits 1996 verzichtete der Verein als einer der ersten auf eine Aufnahmegebühr. Mehrere Werbeaktionen wie Tage der offenen Tür, Schnupper-Tennis und Anzeigenserien in der örtlichen Presse zur Gewinnung neuer Mitglieder folgten in den letzten Jahren. Auch beim Sportfest 2000, an dem sich der Römer-Tennisclub Wixhausen maßgeblich mit sportlichen und geselligen Aktivitäten beteiligte, konnten Tennis-Interessenten die Möglichkeit zum Schnuppern nutzen.
Sind mal alle Plätze besetzt, findet man sich zu einem Doppel zusammen. Die Boomjahre wurden dazu genutzt, um Schulden abzubauen. Das Konzept der nicht gastronomisch geführten Tennishütte zeigt sich nach wie vor als vorteilhaft. Oft werden nach dem Tennis auf den vorhandenen Grills die mitgebrachten Steaks oder Würstchen gegrillt.

Durch die hervorragende Pflege unseres Platzwart-Ehepaares ist hinter dem Bürgerhaus eine grüne Oase entstanden, die vielen Gästen ein offenes Lob entlockt. Tennis macht beim Römer- Tennisclub Wixhausen viel Spaß.

Sollten Sie Interesse bekommen haben, so besuchen Sie uns doch mal auf unserer Tennisanlage.

Es grüsst Sie der Vorstand des RTW


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